# Wie unterscheidet sich die Lizenzgeschichte von LEGO und Playmobil?

LEGO lizenzierte 1999 mit Star Wars erstmals eine große Filmmarke und baute das Geschäft seither breit aus, bis hin zu Minecraft und Super Mario. Playmobil blieb bis 2016 bei eigenen Welten wie Rittern und Piraten; Ghostbusters war die erste Lizenz. Heute ist LEGOs Katalog mehrheitlich lizenziert, Playmobils ganz überwiegend nicht.

**Auch gefragt als:** Seit wann gibt es Lizenzthemen bei LEGO und Playmobil? · LEGO Star Wars Playmobil Ghostbusters Geschichte · Lizenzgeschichte LEGO Playmobil · Eigene Marke oder Lizenz - LEGO und Playmobil im Vergleich

LEGOs erste große Lizenz für eine fremde Unterhaltungsmarke war Star Wars: Die Vereinbarung
mit Lucasfilm wurde im Februar 1999 auf der Spielwarenmesse in New York angekündigt, die
ersten Sets kamen im selben Jahr parallel zum Kinostart von Episode I in den Handel. 2001
folgte Harry Potter in Zusammenarbeit mit Warner Bros., später kamen Comic- und
Filmlizenzen wie Marvel, DC und Disney hinzu sowie Videospielmarken wie Minecraft (ab
2012, mit Mojang Studios) und Super Mario (2020, nach rund fünf Jahren gemeinsamer
Entwicklung mit Nintendo). Die frühen Lizenzjahre fielen mit einer schweren
Unternehmenskrise zusammen: 2003 verlor LEGO rund 300 Millionen US-Dollar. Nach Einschätzung
der Wharton-Analyse trug die unkontrollierte Expansion jener Jahre - darunter auch
lizenzierte Linien, die vor allem in Kinojahren liefen - zu dieser Krise bei. Aus der
Erholung ging ein Unternehmen hervor, das Lizenzen gezielter, aber nicht seltener einsetzt.

Playmobil folgte lange einem anderen Weg. Die Marke startete 1974 mit den von Hans Beck
entwickelten Klickyfiguren und drei vollständig hauseigenen Themenwelten - Ritter, Indianer
und Bauarbeiter -, vorgestellt auf der Nürnberger Spielwarenmesse, und baute darauf
jahrzehntelang eigene Welten wie Piraten, Western oder Feuerwehr auf, ohne fremde Marken
einzubinden. Die erste echte Entertainment-Lizenz kam erst 2016/2017: Playmobil und Sony
Pictures kündigten am 21. Juni 2016 eine Ghostbusters-Reihe an, die 2017 in den Handel kam -
nach eigener Darstellung Playmobils erste jemals lizenzierte Spielzeuglinie überhaupt.
Weitere Lizenzen wie Scooby-Doo, Asterix oder Dragons folgten; für die Kleinkindlinie 1.2.3
kam im Dezember 2022 mit Disney die erste eigene Lizenz dieser Reihe hinzu.

Dieser historische Abstand von rund siebzehn Jahren zeigt sich bis heute im Katalog. Von
25 einordenbaren LEGO-Themenwelten sind
16 lizenziert und nur 9 Eigenentwicklungen
- Lizenzthemen bilden also deutlich die Mehrheit. Bei Playmobil ist es umgekehrt: Von
37 einordenbaren Themenwelten sind lediglich
8 lizenziert, 29 stammen aus
eigener Entwicklung. Playmobils Katalog bleibt damit weit überwiegend hauseigen, LEGOs
Katalog ist mehrheitlich fremdlizenziert.

Gesichert sind die genannten Jahreszahlen und die Selbstbeschreibung beider Unternehmen zu
ihren jeweils ersten großen Lizenzen. Weniger gesichert ist die Kausalität dahinter: Dass
LEGOs Krise 2003 die spätere Lizenzstrategie direkt geprägt hat, ist eine plausible Lesart
der Wharton-Analyse, aber keine offizielle Unternehmensaussage zur Motivation. Ebenso lässt
sich Playmobils jahrzehntelange Zurückhaltung bei Lizenzen aus der Firmengeschichte klar
belegen, eine explizite strategische Begründung dafür liegt öffentlich aber nur
bruchstückhaft vor. Beide Zeitlinien sind daher als Geschichte lizenzierter und
eigenentwickelter Themenwelten belegt, nicht als abschließende Erklärung unternehmerischer
Beweggründe.

## Weiterlesen

- [Lizenzthema vs. Eigenentwicklung](https://www.spielsparen.de/wiki/lexikon/lizenzthema-vs-eigenentwicklung)
- [LEGO oder Playmobil — was passt besser zu meinem Kind?](https://www.spielsparen.de/wiki/fragen/lego-oder-playmobil)

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Quelle: SpielSparen Wiki - https://www.spielsparen.de/wiki/fragen/lego-vs-playmobil-lizenzgeschichte
Datenstand: 2026-08-24 · Beobachtungszeitraum: 2025-07-01 bis 2026-08-24 · 88 Shops
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